Review
The Baboon Show
Der Abend stand ganz im Zeichen des Punkrocks. Mit The Baboon Show gastierte eine der bekanntesten und energiegeladensten Punkbands Skandinaviens erneut in der Schweiz. Die Band um Frontfrau Cecilia Boström begeistert seit Jahren mit ihrer explosiven Mischung aus 77er-Punk, Garage Rock und eingängigen Powerpop-Melodien. Auch der Bandname ist Programm: The Baboon Show sehen ihn als Anspielung auf die schwedische Regierung, die sich ihrer Meinung nach oftmals wie eine Horde wilder Paviane verhält.
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Diese Funktion ist nur für eingeloggte Benutzer verfügbar. Bitte melde dich an oder erstelle ein Konto. Anmelden / RegistrierenSchon beim Opener „Be a Baboon“ war klar, dass dieser Abend keine Verschnaufpause bieten würde. The Baboon Show legten vom ersten Ton an ein beeindruckendes Tempo vor und rissen das Publikum sofort mit. Songs wie „Walk the Walk“, „Holiday“ oder „God Bless You All“ sorgten für ausgelassene Stimmung vor der Bühne, während die Band ihre ungebrochene Spielfreude eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr Sängerin Cecilia Boström. Die charismatische Frontfrau wirbelte über die Bühne, suchte immer wieder die Nähe zum Publikum und bewies, weshalb sie zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der europäischen Punkszene zählt. Ob auf den Händen der Fans getragen oder singend mitten in der Menge – Boström verwischte die Grenze zwischen Bühne und Publikum immer wieder und schuf so zahlreiche besondere Momente. Unterstützt wurde sie von ihren Bandkollegen, die für den druckvollen und präzisen Sound der Schweden sorgten. Besonders auffällig war dabei Bassistin Frida Ståhl, die mit ihrer ruhigen und konzentrierten Ausstrahlung einen spannenden Gegenpol zur temperamentvollen Frontfrau bildete.
Die Setlist bot einen gelungenen Querschnitt durch das Schaffen der Band. Neben neueren Songs wie „Forward in Reverse“ oder „Oddball“ fehlten auch beliebte Klassiker nicht. Mit „Rolling“, „Gold“, „Class War“ und „Radio Rebelde“ steigerte sich die Stimmung im Laufe des Abends immer weiter. Das Publikum feierte jede Nummer begeistert, sang lautstark mit und verwandelte den Konzertsaal in einen einzigen Hexenkessel. Spätestens bei den abschließenden Songs „The Shame“ sowie „Me, Myself and I“ gab es kein Halten mehr.
Setlist:
- Be a Baboon
- Walk the Walk
- Holiday
- God Bless You All
- Forward in Reverse
- Problem – Sabbath
- Hurray
- Could You Be It
- Rolling
- Gold
- Fire Over Stockholm City
- No Afterglow
- Class War
- Same Old Story
- Tonight
- Radio Rebelde
- Lost You in a Second
- Oddball
- The Shame
- Me, Myself and I
Den Auftakt des Abends machten die Gutter Queens aus der Schweiz. Mit ihrem schnörkellosen, energiegeladenen Glam-Punk-Rock sorgten sie bereits früh für Bewegung vor der Bühne. Die Band überzeugte mit viel Spielfreude, einer gehörigen Portion Attitüde und dem nötigen Druck, um das Publikum auf den Hauptact einzustimmen. Damit lieferten die Gutter Queens den perfekten Einstieg in einen Abend, der ganz im Zeichen von Leidenschaft, Energie und kompromisslosem Punkrock stand.
Am Ende hinterliessen The Baboon Show einmal mehr den Eindruck einer Band, die auch nach vielen Jahren auf der Bühne nichts von ihrer Intensität verloren hat. Mit ihrer mitreissenden Performance, der grossen Nähe zu den Fans und einem starken Songmaterial bewiesen die Schweden eindrucksvoll, weshalb sie zu den beliebtesten Livebands der europäischen Punkszene zählen.